Sommertour von Sascha van Beek endet mit Besuch am Universitätsklinikum Bonn

+++ Forschung, internationale Zusammenarbeit und Nachwuchsförderung gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

Bonn, 14. August 2026 – Zum Abschluss seiner Sommertour, die zum einen zum Ziel hatte sich zu den verschiedenen Aspekten der Bekämpfung der vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) zu informieren, zum anderen Öffentlichkeit zu generieren, besuchte Sascha van Beek das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie (IMMIP) des Universitätsklinikums Bonn. Im Mittelpunkt stand die Forschung zu Filariosen, internationale Zusammenarbeit und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Achim Hoerauf, Sprecher des DNTDs, forscht das IMMIP unter anderem zur lymphatischen Filariose (Elefantiasis) und Onchozerkose (Flussblindheit). Beim Rundgang durch die Labore erhielt Sascha van Beek Einblicke in Diagnostik, Forschung und die Untersuchung von Patientenproben.

Ein besonderer Schwerpunkt war der Austausch mit jungen Wissenschaftlerinnen aus Nigeria und Tansania. Diskutiert wurde, wie afrikanische Forschende besser unterstützt, internationale Kooperationen ausgebaut und interdisziplinäre Forschung gestärkt werden können.

„Die Bekämpfung der NTDs braucht viele unterschiedliche Akteure. Wissenschaft, internationale Zusammenarbeit, Politik und Privatwirtschaft müssen eng zusammenarbeiten. Gerade junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind dabei wichtige Impulsgeber und Change Agents“, so das Fazit des Austauschs.

Die Gespräche machten zugleich deutlich, wie eng NTDs mit anderen globalen Gesundheitsthemen verbunden sind – von Pandemieprävention und antimikrobiellen Resistenzen über Klimawandel bis hin zum One-Health-Ansatz. Auch die zunehmende Verbreitung von Vektoren in Europa macht internationale Forschung und Erfahrungsaustausch immer wichtiger. Eine zentrale Herausforderung bleibt die Finanzierung: Für viele NTDs gibt es keinen klassischen kommerziellen Markt. Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und Diagnostika sind daher auf öffentliche Förderung, internationale Partnerschaften und langfristige Strategien angewiesen. Auch eine verlässliche Forschungsinfrastruktur in den Partnerländern ist entscheidend.

Prof. Dr. Achim Hoerauf dankte Sascha van Beek für seinen Besuch und den Austausch.

Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Forschungsergebnisse dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden. Gleichzeitig können wir in Europa von der Expertise unserer internationalen Partner profitieren“, so Hoerauf.

Der Besuch am IMMIP bildete den Abschluss der Sommertour und zeigte: Die Eliminierung vernachlässigter Tropenkrankheiten braucht starke internationale Partnerschaften, nachhaltige Finanzierung, moderne Infrastruktur und vor allem gut ausgebildeten wissenschaftlichen Nachwuchs.

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