Weltgesundheitsgipfel gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten 18.-22. April 2017

+ + Weltgesundheitsorganisation feiert 5 Jahre London Deklaration

13.4.2017 Berlin/Genf. Experten von Hilfsorganisationen, Hochschulen und Industrie auf dem Gebiet der vernachlässigten Tropenkrankheiten treffen sich in Genf, um 5 Jahre nach der London Deklaration gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten eine Bestandsaufnahme vorzunehmen. Die Vertreter der Weltgesundheitsorganisation und das Bündnis Uniting to Combat NTDs mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft sowie Vertretern aus Ländern, in denen vernachlässigte Tropenkrankheiten große Bevölkerungsgruppen betreffen, sind zuversichtlich, die ambitionierten Ziele der WHO-Roadmap zur Bekämpfung  der NTDs zu erreichen.

Vor fünf Jahren hatten sich Vertreter von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Regierungen, Wissenschaft, Industrie und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der so genannten London Declaration zur Bekämpfung und Ausrottung der zehn häufigsten vernachlässigten und armutsassoziierten Tropenkrankheiten verpflichtet. Damit legten die Akteure das Fundament für das größte Gesundheitsprogramm der Welt. Dadurch konnten große Fortschritte bei der Bekämpfung von NTDs erzielt werden.

  • Im Jahr 2016 konnten eine Milliarde Menschen behandelt werden.
  • Die Zahl der NTD-gefährdeten Menschen wurde um eine halbe Milliarde reduziert.
  • In einigen Ländern konnten einzelne Krankheiten eliminiert werden, wie etwa die Flussblindheit (Onchozerkose), die unbehandelt zur Erblindung führt. In Kolumbien, Ecuador, Mexiko und Guatemala konnte die Elminierung der Krankheit verifiziert werden.

Dennoch sind weitere vereinte Anstrengungen notwendig, weshalb das Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) an die deutsche Bundesregierung appelliert, bereits existierende Programme zur Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten zu unterstützen.

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